TOM

Meine Leidenschaft für das Segeln entdeckte ich ein erstes Mal als ich mit 12 Jahren an der marokkanischen Atlantikküste ein kleines Segelboot mietete.

Als 17-jähriger lernte ich zwei Freunde kennen die eine Segelyacht vom Typ "One-Tonner" am Schweizerischen Neuenburgersee besassen. In den folgenden Jahren verbrachte ich einen grossen Teil meiner Freizeit auf dem See. In der selben Zeit machte ich auch die Matura und den Hochseeschein.

Zusammen mit meinem damals besten Segelkumpel hatte ich schliesslich mit 22 Jahren auf dem obengenannten "One-Tonner" zum ersten Mal den Atlantik von Ost nach West überquert… damals noch ohne GPS, dafür mit einem Sextanten im Gepäck. Während dieser Reise packte mich die Leidenschaft des Blauwassersegelns definitiv. Nach meiner Rückkehr in die Schweiz widmete ich mehrere Jahre meinem Studium an der Rechts- und Wirtschafts-wissenschaftlichen Fakultät der Uni Bern.

Im 27. Lebensjahr folgte ein weiteres spannendes Projekt: Eine Nordatlantiküberquerung von West nach Ost, erneut zu zweit und mit dem neuerworbenen Schiff meines Segelkumpels. Diesmal waren wir mit einer Ketch vom Typ "Freeport" unterwegs und erlebten unseren ersten gröberen Sturm mit beeindruckendem Seegang.

Ein Jahr später erwarb ich am schweizerischen Bielersee meine erste eigene kleine Segelyacht: eine 8-Meter Kelt. Die folgenden Jahre waren durch die Geburt meiner Tochter und vom Familienleben geprägt. Gleichzeitig begann ich meine berufliche Karriere als Informatiker. Dem Segeln konnte ich in dieser Phase meines Lebens etwas weniger Zeit widmen, und das Schiff wurde schliesslich wieder verkauft. Leider kam es nach mehreren Ehejahren zu einer Scheidung. Um einer allfälligen Leere in meinem Leben entgegenzutreten, entschloss ich mich gegen Ende der neunziger Jahre eine gebrauchte 7 Meter Stahlsegelyacht vom Typ "Wibo" zu erwerben und diese komplett zu renovieren. Das Schiff erhielt den Namen "Vagabond", inspiriert vom Buchtitel "Vagabond des mers du sud". Die Geschichten des legendären Seglers Bernard Moitessier haben dazu beigetragen, dass ich mich durch den Virus des Blauwassersegelns infizieren liess.

Im Jahr 2000 bot sich dann die grosse Chance von einem anderen Segelkumpel eine 32 Fuss Stahlsegelyacht vom Typ "Vanguard 950" im Tausch mit meiner "Vagabond" zu erwerben. Die Yacht war in Südfrankreich stationiert und bereits für Hochseereisen ausgerüstet. In den folgenden 3 Jahren renovierte ich auch dieses Boot, dem ich den Namen "Vagabond II" gab. Der Plan war, mit diesem Schiff eine länger dauernde Weltreise zu machen.

Mein Motto heisst seit jeher: "Keep it simple and stupid" Ich liebe beim Segeln die Einfachheit, mit so wenig Elektronik wie möglich an Bord. Genau mit dieser Philosophie hatte ich mit 39 Jahren, zusammen mit meiner damaligen Lebenspartnerin, meine erste Weltreise unter Segeln in Angriff genommen. Höhepunkt der Reise waren 2 wundervolle Jahre im Pazifik. In dieser Zeit entstanden auch zahlreiche Reiseberichte die in Segelmagazinen veröffentlicht werden konnten.

4 Jahre später erfolgte der Wiedereinstieg ins "normale" Leben in der Schweiz. In den darauffolgenden Jahren segelte ich mit den beiden kleinen Segelbooten "Vagabond III" und "Vagabond IV" wie in alten Zeiten auf dem Neuenburgersee. Wegen Zeitmangel musste jedoch das Segeln erneut in den Hintergrund treten.

Im Dezember 2011 stiess ich in einer Anzeige auf ein fast geschenktes 8 Meter Stahlsegelschiff vom Typ "Sneekermeer". Diese Geschichte wird im obenstehenden Kapitel "Der Kauf der Segelyacht" weiter erzählt…

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